Günter Bader

Psalterium

Zum Psalter als Form

Buch

13,5 × 21 cm | 88 Seiten | ISBN: 978-3-87062-342-5 | € 10,00

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Gemessen daran, was Psalmen alles zu denken geben, erscheint unser Vorhaben gering. Wir wollen so viel und nur so viel denken, wie „Psalterium“ zu denken gibt. »Im kleinsten Punkte die höchste Kraft.«

Minimalismus? Es war der Codex Alexandrinus (A), nach Codex Vaticanus (B) und Sinaiticus (S) die jüngste der griechischen Vollbibeln, diese aus dem vierten, jene aus dem fünften Jahrhundert, in dem „Psalterium“ erstmals die Stellung als Titel errang.

Unter den Titeln der Psalmen ist dieser der jüngste. Und der gewagteste. Ohne Anhalt an der hebraica veritas beginnt er auf Griechisch gleich von vornherein. Und dabei belässt es Cod. A nicht. Seine Präsentation der Psalmen wird von zwei Zusätzen flankiert. Auf der einen Seite gehen episkopale Lehrschreiben voran, das erste von Athanasius von Alexandrien, von Euseb von Caesarea das zweite. Auf der anderen Seite folgt eine Sammlung von Liedern biblischer, jedoch nicht psalmischer Herkunft: die Oden. Ohne Vorlage im hebräischen Text überschreiten auch sie die Aufgabe der Übersetzung. Also bildet „Psalterium“ die Spitze einer Transformation, die das Buch der Psalmen erfasst hat. Dreierlei Textsorten, drei Psaltermerkmale. […]